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Grobplanung und NV

Die USIC empfiehlt es in ihren USIC News 03/2017, in der deutschen Normung ist es bereits verankert – Fachplanung für Bauwerkabdichtung. Da Abdichtungsschäden einen grossen Anteil der Bauschäden insgesamt ausmachen, diese meist kostenaufwendig saniert werden müssen und darüber hinaus auch zu starken Nutzungsbeeinträchtigungen führen können, muss einer dauerhaft gebrauchstauglichen Konstruktion besondere Aufmerksamkeit zukommen. Eine Fachplanung im Hinblick auf die erdberührten Bauteile ist somit immer erforderlich und für den Erfolg der Ausführung von entscheidender Bedeutung.

Aus langjähriger Erfahrung bestehen häufig Unsicherheit auf Seiten der Planung beim Entwurf, Bau und Beurteilung von Abdichtungskonzepten und deren Details, was Sie auch dadurch zeigt, dass die Planung häufig zur ausführenden Seite in die Submission der Bauunternehmung integriert wird.

Die Auswahl des Konzepts muss in Abhängigkeit mit den Anforderungen und der Wirtschaftlichkeit erfolgen. Es sind nicht alle Konzepte für alle Bauaufgaben gleich gut geeignet. Insbesondere die Wetterabhängigkeit, Sanierbarkeit und die mögliche Nutzung auch bei wechselnden Wasserständen ist dabei zu beachten.

Eine Baugrunduntersuchung ist immer erforderlich. In dieser sind mindestens folgende Angaben notwendig:

  • Art der Wasserbeanspruchung
  • Bemessungswasserstand
  • Schichtenaufbau des Baugrundes mit Durchlässigkeitsbeiwerten
  • Vorliegen von betonangreifenden

Die Abdichtung ist mindestens 30 cm über den im geologischen Gutachten ermittelten Bemessungswasserstand zu führen. Liegt kein Bemessungswasserstand vor, ist als Bemessungswasserstand die Geländeoberkante zugrunde zu legen. Öffnungen, wie z.B. Fenster/Türen, Durchdringungen etc., die unterhalb des Bemessungswasserstands liegen, müssen mit in die Wannenkonzeption einbezogen werden. Kellerabgänge, Lichtschächte und deren Entwässerung, etc. sind zwingender Bestandteil der Abdichtung und sind deshalb bei der Planung mit einzubeziehen. Endet die Abdichtung der erdberührten Bauteile weniger als 15/30 cm über Geländeoberkante, sind Maßnahmen nach den hierfür geltenden Regeln der Technik der Bauwerksabdichtung (z.B. DIN 18195, SIA 271) auszuführen.

Undichtigkeiten in Wannenkonzepten sind häufig auf fehlerhaft geplante und/oder ausgeführte Durchdringungen, Öffnungen, Fugen und Anschlüsse zurückzuführen. Deshalb sind diese Details explizit zu planen und sorgfältig auszuführen. Dies gilt für:

  • Durchdringungen / Einbauteile,
  • Lichtschächte,
  • Fugenabdichtungen,
  • Sollrissquerschnitte,
  • Außentreppen,
  • Öffnungen sowie vergleichbare Bauteile.

Fugenabdichtungen müssen lückenlos und umlaufend dicht ausgeführt werden. Ein Wechsel von innerer zu äußerer Abdichtung ist nicht fachgerecht. Durchdringungen, Fugen, Öffnungen und Anschlüsse sind auf das erforderliche Mindestmaß zu reduzieren und sollen, wenn dies technisch möglich ist, oberhalb des Bemessungswasserstandes angeordnet werden.

Fachplanung für Weisse Wannen


Undichtigkeiten in Wannenkonzepten sind häufig auf fehlerhaft geplante und/oder ausgeführte Durchdringungen, Öffnungen, Fugen und Anschlüsse zurückzuführen. Deshalb sind diese Details explizit zu planen und sorgfältig auszuführen. Dies gilt für:

  • Durchdringungen / Einbauteile,
  • Lichtschächte,
  • Fugenabdichtungen,
  • Sollrissquerschnitte,
  • Außentreppen,
  • Öffnungen sowie vergleichbare Bauteile.

Fugenabdichtungen müssen lückenlos und umlaufend dicht ausgeführt werden. Ein Wechsel von innerer zu äußerer Abdichtung ist nicht fachgerecht. Durchdringungen, Fugen, Öffnungen und Anschlüsse sind auf das erforderliche Mindestmaß zu reduzieren und sollen, wenn dies technisch möglich ist, oberhalb des Bemessungswasserstandes angeordnet werden.

Eine Sauberkeitsschicht aus Beton ist unter der ungedämmten Bodenplatte zwingend erforderlich. Bei gedämmten Konstruktionen sind die Fachregeln und Zulassungen der Perimeterdämmung zu beachten. Eine möglichst zwängungsfreie Lagerung der Bodenplatte (z.B. durch mehrlagige Folien, geglättete Sauberkeitsschicht, usw.) ist erforderlich, um Zwangsspannungen zu minimieren, bzw. zu vermeiden. Die Betonzusammensetzung, die Betonierabschnitte, die Fugenabstände, etc. sind so zu wählen, dass Trennrisse nicht entstehen. Anderenfalls ist eine entsprechende Bewehrung zur Aufnahme der Zwangsspannungen anzuordnen. Ein rechnerischer Nachweis hierüber ist erforderlich. Die Bewehrungsführung ist auf die dichtungstechnischen Anforderungen (Einbau von Fugenblechen, Fugenbänder, Einbauteilen, usw.) abzustimmen. Dabei ist eine ausreichende Verdichtungsmöglichkeit (Rüttelgassen, Flächenrüttler) sicherzustellen. Die Überlappung von Bewehrungen insbesondere bei Mattenbewehrungen, ist zu berücksichtigen. Eine Unterschreitung der erforderlichen Betondeckung ist ebenso unzulässig wie eine Verringerung des geplanten (Standsicherheitsnachweis) lichten Abstandes zwischen oberer und unterer Bewehrungslage. Art und Lage der Abstandshalter sind zu planen. Dabei ist darauf zu achten, dass keine durchgehende Armierung das Wasser durchs wasserundurchlässige Bauteil leitet. Dies umfasst Blitzschutz, Abstandshalter, Einlagen, Rohrleitungen und alle weiteren möglichen Durchdringungen.

Die Wanddicken von Elementwänden sollen mindestens 30 cm, von Ortbetonwänden mindestens 24 cm betragen. Bodenplatten sollen mindestens 25 cm dick sein. Dies gilt unabhängig von der Beanspruchung und dem Wasserdruck. Schwächungen der WU-Bauteile sind nach Möglichkeit zu vermeiden. Sollten diese zwingend erforderlich sein, sind diese besonders zu planen und zu überwachen um Rissbildung und damit Undichtigkeiten zu vermeiden. Die Betonqualität, Betonzusammensetzung, Zement und Zuschlag müssen bereits bei der Planung auf das jeweilige Bauwerk und dessen Rahmenbedingungen abgestimmt sein. Bei Bauteilen, welche einer Beanspruchung durch Chloride (z.B. Tausalze) ausgesetzt sind (z.B. Tiefgaragen), sind besondere Schutzmaßnahmen zu beachten.

Es ist sicherzustellen, dass es nicht zu einer Trennrissbildung kommt. Hierzu ist in der Regel nachzuweisen, dass die auftretenden Spannungen niedriger als die trennrissfrei aufnehmbaren Spannungen sind. Es sind alle maßgeblichen Einwirkungen über die gesamte Nutzungsdauer einzubeziehen. Die Planung – und hierzu gehören insbesondere die rechnerischen Nachweise zur Sicherstellung der maximalen Rissbreite oder der Rissvermeidung – ist Teil der Werkleistung und gehört aus technischer Sicht zum geschuldeten Werk des Planerteams.

Quellfugenbänder dürfen nicht in der Wasserwechselzone verwendet werden. Bei Verwendung von Schwindrohren muss darauf geachtet werden, dass der Betonquerschnitt (bei Elementwand der Kernbetonquerschnitt) im fertigen Zustand das Schwindrohr mindestens 5 cm umhüllt. Fugenbleche und Fugenbänder müssen ausreichend tief in den Beton einbinden. Auf ausreichende Lagesicherung ist zu achten. Im Fugenbereich muss die Betonoberfläche eine ausreichende Rauigkeit aufweisen und frei von verbundmindernden Bestandteilen (z.B. Verunreinigungen, Zementschlempe, etc.) sein. Lichtschächte sind bis 30 cm über dem Bemessungswasserstand druckwasserdicht anzuschließen und fachgerecht zu entwässern oder tagwasserdicht abzudecken (z.B. aufgeständerte Glasabdeckung).