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Fachbauleitung und QM

Die Ausführung ist zwischen den beteiligten Gewerken zu koordinieren, zu planen und zu überwachen. Auf die hohe Bedeutung der fachgerechten Organisation der Baustelle wird besonders hingewiesen. Zur Ausführung sollen nur geschulte Fachkräfte eingesetzt werden. Es ist ein Verantwortlicher vor Ort auf der Baustelle zu benennen. Außenflächen der Einbauteile sowie Elementwandflächen sind vorzunässen um den WZ-Wert des Betons in den Kontaktflächen nicht zu verfälschen. Die erforderliche Betontemperatur ist durch geeignete Maßnahmen (z.B. Betonierzeitpunkt, Witterungsbedingungen, Schutzmaßnahmen, usw.) sicherzustellen.

Auf eine ausreichende Verdichtung während des Betoniervorgangs ist zu achten. Der sorgfältigen Nachbehandlung und Nachbearbeitung des jungen Betons zur Rissvermeidung kommt besondere Bedeutung zu. Fugen, Anschlüsse und Durchdringungen sowie Einbauteile sind besonders schadensanfällig. Auf eine sorgfältige Ausführung und Überwachung gemäß Planung ist besonders zu achten. Die Schnittstellen zwischen Bewehrung, Fugenabdichtung und Durchdringungen ist in Lage und Ausführung zu koordinieren.

  1. Abdichtungskonzept sind immer im Hinblick auf deren abdichtende Funktion und den Anforderungen des Bauherren zu planen. Diese Forderung ist unabhängig von der Größe der Wannenkonstruktion.
     
  2. Eine Baugrunduntersuchung zur Untersuchung der Wasserbeanspruchung ist in der Regel erforderlich. Dies gilt nur dann nicht, wenn die Konstruktion für die höchste mögliche Wasserbeanspruchung ausgelegt wird. Es ist sicherzustellen, dass keine betonangreifenden Wässer anstehen oder die Konstruktion so zu bemessen, dass diese gegen den höchst möglichen Betonangriff widerstandsfähig ist.
     
  3. Eine Ausführung von erdberührten Bauteilen aus Halbfertigteilwänden oder Fertigteilwänden ist grundsätzlich mit dem Auftraggeber zu vereinbaren, da die normativen Grundlagen derzeit noch nicht geregelt sind. In der Nutzungsvereinbarung sollte insbesondere über Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Konstruktionen aufgeklärt werden.
     
  4. Erdberührte Bauteilen welche durch weitere Auf- und Einbauten in der späteren Nutzung üblicherweise nicht mehr zugänglich sind, sind besondere Aufmerksamkeit zu schenken um das Abdichtungskonzept entsprechend festzulegen. Die Übernahme der Folgekosten im Schadensfall ist explizit zu regeln, da die geltende Normung hier derzeit keine ausreichende Klarheit schafft.
     
  5. Es sollen möglichst zwängungsfreie Konstruktionen gewählt, also Fundamentvertiefungen, Pumpensümpfe o.ä. vermieden werden. Hierdurch sollen Rissbildungen vermieden bzw. vermindert werden. Zudem sind schadensanfällige Details in Flächenabdichtung somit auf einen geringen Anteil reduziert.
     
  6. Fugenabdichtungen und Durchdringungen sind sorgfältig zu planen und auf das erforderliche Maß zu reduzieren.